Choreograph
Seit 1993 übernehme ich als Choreograph immer wieder aufregende Arbeiten für und mit interessanten Menschen. Eine Aufgabe die mich von jeher reizte:

Bei allen Choreographen, für die ich getanzt habe, habe ich immer sehr aufmerksam beobachtet, wie sie arbeiten. Die klare, distanzierte Eleganz mit der Manuel Mandon an seine Arbeit geht, und dabei sehr warme Bilder aufbaut, hat mich genauso beeinflußt wie die intensive und gefühlsbetonte Arbeit mit Otis Sallid ( "Malcolm X", "Fame" ) für Swing Kids.
Er zeigte, wie man mit einer Vielzahl an Tänzern, in einem scheinbar unüberschaubaren Wust aus Menschen und Ideen, plötzlich komplexe, Saal füllende, für die Kamera durchdachte Choreographien erstellt, die dann auf der Leinwand wieder aussehen wie eine wilde, improvisierte Party.

1993 kam meine erste große choreographische Heraus-forderung:
die unmöglich scheinende Aufgabe, in einem Jugendfreizeit-heim - mitten in einem Ghetto - ähnlichen Bezirk Berlins - für das Musical "Die Sharks + Die Show" die Choreographie und das Training der Jugendlichen zu übernehmen. Es war von Anfang an klar, daß diese Aufgabe nur zu schaffen war, wenn wir uns in die Auseinandersetzung mit den Darstellern und Ihrer traurigen Umwelt begeben.
Marco Meister ( "Terranova" ) schrieb die Musik, Doris Heiland führte Regie und gemeinsam mit dem Leiter der Kifrie - Etage Eberhardt Schwarz schafften wir es :
Mehrere Jahre lang war eine große Gruppe Jugendlicher nicht auf der Straße. Sie standen auf der Bühne und faszinierten das Publikum.
Ausgezeichnet wurden wir dafür durch den Mete-Eksi-Fonds.

Über den Jahreswechsel 1994-95 Inszenierte ich für die Faidless-Dancecompanie deren Eigen -Produktion, das Musical "Exodus".

In den Jahren 1995-97 choreographierte ich einige Theater - Produktionen von Folke Braband ( "Die Barbaren" und "Klassenfeind" ) und eroberte damit für mich als Movement - Coach neues Terrain, da es in den Stücken um viel Gewalt ging. Ich trainierte die Darsteller darauf, sich zu prügeln und Kunstblut zu verspritzen, ohne sich Schmerzen zuzufügen und ohne sich zu verletzen. Und dies in solch echter Optik und Intensität, daß dem Publikum die Angst nicht erspart blieb. eine herrliche Arbeit!

Im Laufe der Jahre choreographierte ich diverse Shows. Als Highlights seien hier erwähnt:
1997-99: Die "Extra Card Dancers", eine Company ( u.a. mit Jennifer Mann, Esther D. Cowens, Neil Procupio), die ich für die deutsche T-Mobil gründete.
2000: Fashion - Show für "Respectmen" im BKA-Zelt Berlin, mit Berliner Show-Größen, wie z.B. Ken Jebsen, Matthias Frings.....

Seit 1999 bin ich Choreograph und Tanztrainer bei der
"DANS-Production". Die Musik- Abteilung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Künstler rundum zu betreuen - von der ersten Note bis zum Plattendeal.
Hier betreue ich Künstler in puncto Bühnenpräsenz, Show - Choreographie, Tanztechnik, etc.

In den letzten Jahren habe ich verstärkt für Kino - Produktionen gearbeitet:

2001 " Resident Evil" : Für die cineastische Adaption des erfolgreichen Computerspiels leitete ich die Tänzer, Schauspieler und Stuntleute an. Ich entwickelte mit ihnen alles, was sie zum Darstellen der Charaktere brauchten, die durch den Biß eines Zombies vom Virus befallen waren und langsam selber zum Zombie mutierten. Dafür trainierte ich sie auch darauf, ihre davongetragenen Verletzungen, Verwesungen oder Vergiftungen zu empfinden, um ihren Ausdruck authentischer zu machen.
Vor der Kamera von David Johnson choreographierte ich dann alle Szenen mit den angreifenden Zombies gegen eine unter der Führung von Milla Jovovich kämpfende Truppe.

Ende 2001 trainierte ich für einen Imagefilm der Volkswagen AG (C-Films Prod.) 250 Tänzer und die Hauptdarstellerin Anja Kluge. Ich leitete alle Darsteller an, meine Choreographien vor der Kamera von Michael Ballhaus in eine wilde Party zu verwandeln.

2002 : "Die Nacht singt ihre Lieder" (Pantera / Cronaca-Film - Produktion ), Premiere vorauss. 03.2004
Für Romuald Karmakar (Regisseur von "der Totmacher" m. Götz George) trainierte ich die Hauptdarstellerin seines neuen Films (Anne Ratte - Polle) und 3 TänzerInnnen, einen Paartanz lässig zum House-Beat zu tanzen. Dann choreographierte ich sie und 30 weitere TänzerInnen im Club so, daß der Kameramann und seine Assistenten ungehindert zwischen den ca. 450 Anwesenden - teils Tanz - Komparsen, teils Gäste - drehen konnten. Außer der Crew und den Tänzern selbst war niemand eingeweiht, wann und zu welcher Musik gedreht wurde. Die Tänzer habe ich so trainiert, daß "der Funken" im Club auf die anderen Clubgäste "übersprang". Dies ermöglichte das von Karmakar gewünschte organische Arbeiten.

Bei diesen Filmen leitete ich auch die Castings der Tänzer und Tanzkomparsen. Diese wurden organisiert durch die "DANS-Production", Abteilung Casting, auf die ich mich immer entspannt verlassen kann. Durch die Vielfalt an sehr guten Tänzern finde ich hier immer die von der Produktion gewünschten Darsteller.
warnar@warnar.de 

"Es hilft jeder Rolle, wenn der Darsteller gecoacht wird, sich echt zu bewegen: Sei es der Rückwärtssturz über den Tisch bei einer Schlägerei oder das geschleppte Bein eines Verletzten. Ja, selbst einfache Bauchschmerzen sind authentischer und intensiver wenn geübt wurde, wie sich das anfühlt!"